Entwicklung zum altsprachlichen Gymnasium
1947: Die Schülerzahl hat sich erhöht auf 95. Schulleiter wird im Frühjahr P. Theodor Bihler.
1948: Die Schülerzahl beträgt zum Schuljahresbeginn 139. Die Schüler werden von 8 Ordensangehörigen und 2 angestellten Lehrern, davon eine Dame, unterrichtet. Mit Datum vom 19. November beantragt das Provinzialat der Norddeutschen Provinz der Salvatorianer als Schulträger beim Schulkollegium in Düsseldorf die Genehmigung zum Ausbau der Schule zum Vollgymnasium und bittet um die staatliche Anerkennung dieses Gymnasiums. Nach einer ausgiebigen, positiven Prüfung wird diesem Antrag zugestimmt. Im Monatsbericht an das Schulkollegium vom 16. Dezember wird der Namenswechsel der Schule mitgeteilt. Die bisherige "Private höhere Knabenschule Kloster Steinfeld über Kall/ Eifel" wird zum "Hermann- Josef- Kolleg, Altsprachliches Gymnasium, Steinfeld über Kall (Eifel)".
1949: Inzwischen besuchen 162 Schüler das Hermann- Josef- Kolleg und werden von 12 Ordensangehörigen und 2 angestellten Lehrerinnen unterrichtet.
1952: Die Schule hat 222 Schüler, davon wohnen 143 im Internat, die restlichen sind Externe. Sie werden unterrichtet von 9 Ordensangehörigen und 5 angestellten Lehrern, darunter 1 Dame. Erstmals wird im Schuljahr 1952/53 in Steinfeld eine Obersekunda geführt. Da der Genehmigungserlass des Kultusministeriums vom 12.04.1949 vorschrieb, dass vor Einrichtung einer weiteren Klasse jeweils der Nachweis zu führen sei, dass genügend nach staatlichen Richtlinien ausgebildete Lehrer unterrichten, diese Bedingung aber noch nicht erfüllt werden kann, müssen die Obersekundaner auf Anordung der Kultusministerin am Schuljahresende im März 1953 auf andere Gymnasien überwechseln. Damit bleibt das Hermann- Josef- Kolleg bis auf weiteres ein staatlich anerkanntes Progymnasium mit den Klassen Sexta bis Untersekunda (5-10).
1953: Im März zieht das Waisenhaus von Köln- Sülz endgültig wieder nach Köln zurück. Damit kann die Schule jetzt auch diese Räume nutzen; denn die 235 Schüler leiden erheblich unter Raumnot.
1956: Der Pachtvertrag von Steinfeld lief zum 31.03.1954 aus. Nach Verhandlungen zwischen Vertretern des Landes NRW mit den Provinzobern einigt man sich auf einen Kaufpreis von 350.000 DM. Mit Wirkung vom 1. April sind die Salvatorianer Eigentümer der Klostergebäude und der dazugehörigen Landwirtschaft. Dies ist zugleich auch eine wichtige Voraussetzung für dringend erforderliche Schulneubauten.
1957:Die Schule besuchen 233 Schüler, sie werden von 5 Ordensangehörigen und 7 angestellten Lehrern, darunter 2 Damen unterrichtet. Am 1. April wird der erste Spatenstich zum Bau einer neuen Turnhalle getätigt. Ihre Einweihung kann bereits am 12. Dezember erfolgen. Im September genehmigt der Kultusminister von Nordrhein- Westfalen den Ausbau des Progymnasiums zu einem altsprachlichen Gymnasium.
1958: Die Schülerzahl beträgt 244, wobei 196 Interne und 48 Externe sind. Sie werden von 6 Ordenslehrkräften und 9 angestellten Lehrern, darunter 2 Damen, unterrichtet.
Ab Ostern 1958 darf die Obersekunda eingeführt werden. Zugleich wird der Schulträger verpflichtet, zusätzliche Unterrichtsräume zu errichten.
Am 25. Juni wird der Grundstein zu einem neuen Schulgebäude gelegt, um die Auflage des Kultusministers zu erfüllen.


