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Freitag, 30.07.2010

Veni, vidi, vici – Felizius Poth erobert Herzen der 6. Klassen

Am 1. März 2010 war die Aula des HJK fest in Römerhand: Herr Felizius Poth, dessen Tochter selbst die 5. Klasse unserer Schule besucht, lud alle 6. Klassen ein, seinem spannenden Vortrag über die Kelten und Römer in unserer Region zu lauschen. Dabei stellte er bereits zu Beginn klar, dass er eben keinen echten Vortrag halten, sondern mit den Schülern ins Gespräch kommen wolle. Dies ist ihm dann auch vortrefflich gelungen: Über zwei Stunden wurde Herr Poth mit den Fragen der Schüler gelöchert, wobei auch die jungen Historiker nicht mit ihrem Wissen hinterm Berg hielten. Manche Einzelheiten hatten sie schon bei den sonntäglichen (beliebten oder unbeliebten?) Spaziergängen oder beim Spielen vor der Haustür entdeckt. Herr Poth blieb – als anerkannter Fachmann für römische Geschichte und besonders die archäologischen Ausgrabungen in der Eifel – natürlich keine Antwort schuldig. Mit zahlreichen Karten der Region rund um Steinfeld, filmischen Dokumenten und Originalfunden stützte Herr Poth seine Ausführungen und konnte so den Wissensdurst der Schüler stillen. Fibeln, Münzen, Schmuck, aber auch Nägel und Erze erregten das Interesse. Als jedoch die Rüstung eines Legionärs mitsamt Kettenhemd, Helm und Waffennachbildungen gezeigt wurde, war dies das erwartete Highlight: War es schon lustig, den Lehrer so neu einzukleiden, heiterte sich die Stimmung erneut auf, als auch die Schüler in die mehrere Kilo schwere Rüstung und die Welt des römischen Soldaten schlüpfen durften. Wer  glaubt, dass nur die Jungen sich das Kettenhemd überwarfen, irrt jedoch gewaltig. Die Steinfelder Mädchen standen ihren männlichen Kriegern in nichts nach und bewiesen einige virtus, als sie die zuweilen bis zum Boden reichende Rüstung anlegten.

Insgesamt war die Veranstaltung somit ein echter Gewinn. Zwar befassen sich die drei Geschichtsklassen von Fr. Kirfel, Hr. Wollgarten und Hr. Dr. Dingmann auch im „normalen“ Unterricht zur Zeit intensiv mit den Römern; jedoch hilft die Veranschaulichung der Thematik und besonders ihre Verankerung in das nahe Umfeld der Region und die Lebenswelt der Schüler enorm. Die kulturelle Verschmelzung und der Austausch zwischen einheimischen Stämmen und Römern, das alltägliche Leben von Legionären oder auch die Bedeutung und bautechnische Leistung von Straßen und Wasserleitungen durch die Römer konnten sehr konkret vermittelt werden. Die Schüler und die Fachschaft Geschichte danken Herrn Poth für sein Engagement und die immer besser werdende Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern des Hermann-Josef-Kollegs.

MD