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Sonntag, 05.09.2010

Schüleraustausch mit Rosenberg

Czesc Olesno 

Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld

Zespól Szkól Ekonomicznych i Ogólnosksztalcacych w Olesnie (Polen) 

Als wir am 22.04.2010 vom Flughafen Köln/Bonn in Richtung Kattowitz (Polen) starteten, waren wir alle schon sehr gespannt. Nach dem anderthalb-stündigen Flug und einer etwa einstündigen Busfahrt mit unseren Begleitern Herrn Pchalek, Frau Hansen und Herrn Schmidt kamen wir aufgeregt und neugierig an der Schule in Olesno an. Dort trafen wir auch sofort auf unsere Austauschschüler, nachdem wir im Internat der Schule sehr freundlich von der Direktorin empfangen worden waren. Nach einem kurzen Imbiss fuhr jeder Schüler mit seinem Austauschpartner in sein neues „Zuhause“. Am nächsten Morgen mussten wir alle früh aufstehen, da als erstes Hospitationen in der Schule auf dem Programm standen. Als drei polnische Unterrichtsstunden vorbei waren, fuhren wir alle zusammen bei strahlendstem Sonnenschein mit dem Bus zu unserem ersten Ausflugsziel nach Byczyna. Wir besichtigten die Rekonstruktion einer mittelalterlichen Burg. Bei der Führung durch und um das Gebäude erwies sich der Deutschlehrer der Schule, der uns an allen Tagen begleitete, als sehr hilfreicher Dolmetscher. An dem darauffolgendem Samstag, galt es, die Stadt Olesno genauer zu erkunden. Bei immer noch sonnigen Temperaturen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu der etwa einen Kilometer entfernten St. Anna Kirche. Dort erfuhren wir viel Interessantes über die schöne Holzkirche: Am Mittag folgte ein Besuch im Stadtmuseum von Olesno, das auf eindrucksvolle Weise die historische Geschichte der Stadt zeigt. Später aßen wir wieder im Internat zu Mittag und trafen dabei Mitglieder der Stadtverwaltung. Am Sonntag musste sich jeder Austauschschüler selber überlegen, was man unternehmen könnte, und so gestaltete jeder diesen Tag anders. Montags fuhren wir wieder alle zusammen früh morgens mit dem Bus in Richtung Breslau. Mittags machten wir in Trebnitz in einem Salvatorianer Kloster Rast, wo wir an einer Führung teilnahmen und sogar auf deutschsprachige Schwestern trafen. Nach einer weiteren Stunde Busfahrt kamen wir in Breslau an und besichtigten die berühmte und schöne Universität. Anschließend hatten wir die Gelegenheit, Breslau in kleinen Gruppen genauer zu erkunden. Auf der Rückfahrt führte unser Weg an einem Aqualand vorbei, in dem wir zwei weitere Stunden verbrachten. Obwohl wir am Abend zuvor erst spät zurück nach Olesno gekommen waren, mussten wir am Dienstagmorgen wieder früh aufstehen, denn ein Sporttag an der Schule stand als nächstes auf dem Programm. In zahlreichen Spielen konnte man zeigen, was man an sportlichen Fähigkeiten drauf hatte. Bei einem anschließendem Fußballspiel, Deutschland gegen Polen, erzielten die Mannschaften ein diplomatisches Unentschieden. Nach einem längeren Aufenthalt im Internat brachen wir zur „Ranch“ auf, wo wir ein Abschlussgrillen veranstalteten. Mittwoch morgens waren wir wieder mit dem Bus in Richtung Tarnowskie Gory unterwegs, wo wir einen stillgelegten Bergbaustollen besuchten und anschließen ein Bergbau-Museum besichtigten. Unseren damit letzten Tag ließen wir gemütlich in einem Restaurant ausklingen. Am nächsten Morgen ging es, nach einem schweren Abschied, in Richtung Kattowitz, von wo aus wir mit dem Flugzeug zurück nach Köln/Bonn in die Heimat flogen.

Es war wirklich ein wunderschöner Austausch, an den wir uns alle noch gerne und lange zurück erinnern werden! Wir können nur sagen: „Dziekuje za zaproszenie, Olesno“ und „Do widzenia!“

 

Catrin Knoll  8b

 

Artikel in der polnischen Zeitung "Kulisy"

Übersetzung des Zeitungsartikels: Freundschaften über die Grenzen hinaus

 

Schüler der Zespolu Szkol Ekonomicznych i Ogolnoksztalcacych gastierten in eigenen Familien deutsche Schüler. Die Verständigung erfolgte in verschiedenen Sprachen.

Die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen fing vor zwölf Jahren an. Jedes Jahr finden Treffen entweder in Olesno oder in Steinfeld statt.

„Diesmal habe ich nur elf Schüler mitgebracht“, informierte der Initiator der Zusammenarbeit, Siegmund Pchalek, der im Jahr 1974 an der Schule in Olesno sein Abitur machte.

„Alle meine Schüler sind echte Deutsche, nur eine Schülerin hat ihre Wurzel in Schlesien.“

„Die jungen Deutschen sind bei den polnischen Schülern zu Hause untergebracht. Sie verständigen sich in verschiedenen Sprachen: auf Deutsch, Polnisch, Englisch und wenn nötig mit Händen und Füssen“, sagt Sandra Tomys. „Zur Sicherheit haben wir ein Wörterbuch immer dabei“, ergänzt Denis Brodowy.

Schüleraustausch - das ist Liveunterricht der Fremdsprachen. Die Aussprache von "chrzaszcz brzmi w trzcinie w Szczebrzeszynie" ist für uns eine Hürde behaupten die Deutschen. Die Rosenberger meinten dasselbe mit der deutschen Sprache. Die polnische Sprache ist viel schwieriger stellte Florian Langhammer fest, z.B. bei vielen "s" oder "c" kann man sich die Zähne brechen.

„Dafür eure Grammatik nicht zu den leichtesten gehört“, meinte David Liberka.

Die Sprache ist nicht das einzige bei der Zusammenarbeit. Die jungen Leute lernen auch das Land kennen, tauschen Meinungen über Kultur und Kulinarien aus.

„Kim war begeistert vom polnischen Bigos (gekochtes Sauerkraut mit Wurst und Fleisch)“, erzählte Sara Szewczyk.

Die Rosenberger haben viele Attraktionen und Exkursionen für die Steinfelder vorbereitet. Sie haben Olesno, Byczyna, Trzebnica, Wroclaw i Tarnowskie Gory besichtigt.

„Wir sind 24 Stunden zusammen - wir lernen uns gegenseitig besser kennen, nehmen viele Kontakte auf und schließen neue Freundschaften“, berichten Austauschteilnehmer.

 

Im nächsten Jahr kommen die Rosenberger nach Steinfeld.

 

Übersetzung S. Pchalek