Neue Cafeteria fürs Gymnasium
98, 73 und 84 - Zahlen, mit denen sich Schulleiter Heinrich Latz und Prokurator Pater Bernhard Fuhrmann seit längerem beschäftigen. Es sind die aktuellen Schülerzahlen der Jahrgangsstufen 11 bis 13 im Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld.
STEINFELD - 98, 73 und 84 - Zahlen, mit denen sich Schulleiter Heinrich Latz und Prokurator Pater Bernhard Fuhrmann seit längerem beschäftigen. Es sind die aktuellen Schülerzahlen der Jahrgangsstufen 11 bis 13 im Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld. Bei so vielen Schülern platzt derzeit die als Aufenthaltsraum gedachte Cafeteria neben der Aula aus allen Nähten.
Und: „Die kommenden Jahrgänge werden aufgrund der größeren Klassen alle über 90 sein“, so Latz. Zudem wechseln immer mehr Realschüler nach der zehnten Klasse aufs Gymnasium - mehr, als nach der „Zehnten“ das Gymnasium verlassen. Daher beschlossen das HJK und der Salvatorianerorden als Schulträger, einen zusätzlichen Pausenraum anzubauen - gerade auch im Hinblick auf das „G 8“-Abitur. Denn die Schüler, die erstmals das Abitur nach zwölf Schuljahren machen, besuchen derzeit die neunte Klasse. „Es wird im nächsten Jahr extrem akut“, so Latz.
Gelegen kam Schulleitung und Salvatorianern die Möglichkeit, den Anbau mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II zu finanzieren. Mitte des Jahres 2009 wurde das Geld bewilligt. „Das Ganze kostet rund 285 000 Euro“, so Pater Bernhard. Davon müssen die Salvatorianer rund 14 Prozent übernehmen. Nun entsteht der zweite Aufenthaltsraum gegenüber der alten Cafeteria. Bei der Umsetzung war es den Planern wichtig, den Schulbetrieb so wenig wie möglich einzuengen, wichtige Bauabschnitte wurden in die Ferien gelegt. So werden die letzten Baumaßnahmen in den Sommerferien durchgeführt.
Bei der Realisierung gab es ein weiteres Problem: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Daher musste die neue Cafeteria an die alte angeglichen werden. „Wir können hier ja nicht irgendetwas machen“, so Pater Bernhard.
Neben der neuen Cafeteria nahmen sich die Verantwortlichen auch den Eingangsbereich zur Gymnastikhalle vor. Dieser wurde vom Nettersheimer Bauingenieur Johannes Esser neu gestaltet und bietet nun mehr Platz. Besonders die sanitären Anlagen seien sanierungsbedürftig gewesen. Die Toiletten im Schulgebäude wurden ebenfalls saniert. Sie stammten laut Pater Bernhard noch aus dem Jahr 1959. Weitere Maßnahmen sind im Bereich der naturwissenschaftlichen Räume geplant. „Wir wollen die gesamte Fassade energetisch sanieren“, so Pater Bernhard.
Ein anderer Schwerpunkt der kommenden Jahre wird die Ausstattung der Klassenräume im Hinblick auf den Einsatz moderner Medien sein. Der Einsatz von Computern und Beamern werde den Unterricht immer stärker begleiten.
von David Dreimüller
Quelle: Kölnische Rundschau vom 17.04.2010, Regionalteil Euskirchen

