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Freitag, 30.07.2010
Tag der Milch

Aktionen am Internationalen Tag der Milch

 

Im Rahmen des Internationalen Tages der Milch fanden für unsere Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 – 7 verschiedene Aktionen statt, bei denen die Kinder begeistert mitmachten.

Am Schafstall war aus einzelnen Modulen eine Art Lernparcours rund um das Thema Milch aufgebaut, wo die Kinder von Fachleuten des Deutschen Milchverbands über alle möglichen Aspekte rund um die Milch informiert wurden.

Weiterhin hatten die Kinder die Gelegenheit ihre Geschicklichkeit beim Stapeln und Erklettern eines Milchkistenturmes zu erproben. Ein erster Höhepunkt bestand aber sicherlich aus einem Fototermin, bei dem die Kinder in verschiedenfarbigen T-Shirts, die sie natürlich behalten durften, den Körper einer Milchkuh bildeten. Dieses Bild wurde von einem professionellen Fotografen arrangiert und fotografiert. Ein Filmteam hat die ganze Aktion auch gefilmt. Der Film soll später auf der Homepage des Deutschen Milchverbands zu sehen sein. Selbstverständlich wurden die Schüler dafür auch mit kostenloser Schulmilch belohnt.

Anschließend wanderte die Klasse 5a mit Frau Kirfel, Herrn Ohlerth und Herrn Latz zusamnmen mit dem Landwirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Herrn Uhlenberg MDL, nach Steinfelderheistert zum Bauernhof der Familie Thelen. Unterwegs wurde vom Minister der „Eifeler Milchweg“ eröffnet. Auf dem Bauernhof durften sich die Schüler die Tiere anschauen und erfuhren etwas über das Leben auf dem Bauernhof.

 

Ankündigung am Schultor
Der Milchparcour
Milch festigt für die Knochen
Illusion eines Kuhstalls
Kommt ruhig näher.
Jeder darf mal melken.
Muh!!!
Hier gab´s Schulmilch.
Hier entsteht eine Kuh.
Bilder

 

Auf Milchkisten hoch hinauf

 

Und nun wird die Kuh formatiert.

Presseberichte I

„Milchweg“ eingeweiht

Schwarze Kühe, weiße Milch

Von Gudrun Klinkhammer

Freitag, 5. Juni 2009

Der neue „Milchweg“ mit Start- und Ziel in Steinfeld ist der zweite seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Man kann sich auf unterhaltsame weise informieren. Während der Eröffnung am Donnerstagmorgen spielte aber auch die heikle Situation der Milchbauern eine Rolle.

KALL-STEINFELD - Eine galaktische Milchstraße gibt es in der Eifel noch nicht. Aber immerhin wurde am Donnerstagmorgen in Steinfeld - am bundesweiten „Tag der Milch“ - ein neuer Milch-Wanderweg eröffnet. Der zweite Wanderweg seiner Art in Nordrhein-Westfalen überhaupt. Der erste Milch-Wanderweg wurde im vergangenen Jahr in Wipperfürth installiert.

Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg höchstselbst eröffnete den 7,5 Kilometer langen und 25 000 Euro teuren Rundweg durch die Eifel. Start- und Zielpunkt der Route, in deren Verlauf insgesamt acht Tafeln rund um das gesunde Getränk informieren, ist Steinfeld. Spezielle Schilder weisen den Milch-Wanderweg aus. Begleitet wurde die gestrige Eröffnung von einer Protestaktion einiger Vertreter vom Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM).

Den Startschuss gaben quasi Schülerinnen und Schüler des Hermann-Josef-Kollegs in Steinfeld, die sich auf einer Wiese hinter ihrer Schule zu einer schwarz-weiß gefleckten Kuh formierten. In entsprechend farbigen T-Shirts gekleidet, sortierten sie sich auf dem grünen Rasen. Anschließend wanderte eine Gruppe von Schülern gemeinsam mit Minister Uhlenberg, Landrat Günter Rosenke, Kalls Bürgermeister Herbert Radermacher, Bauernvertretern und Touristikfachleuten ein zwei Kilometer langes Teilstück des neuen Weges bis nach Steinfelderheistert. Auf dem Thelenhof wurden dann alle möglichen Produkte angeboten, die aus Milch gemacht werden.

Bereits am Steinfelder Kloster hatten sich die ersten Protestler vom BDM Stellung bezogen. Als Eckhard Uhlenberg durch eines der Klostermauer-Tore trat, lief er den Bauern direkt in die Arme. Freundlich streckte er ihnen die Hand entgegen mit den Worten: „Die Milchpreise sind schlecht.“

Auf dem Thelenhof, dem Zielpunkt der Eröffnungswanderung, ging der Umweltminister auf das Preis-Problem ein, das bereits seit langem schwelt. Uhlenberg machte deutlich, dass die Bauern wichtig für die Milchproduktion, aber auch für die Gestaltung der Kulturlandschaft sind.

„Landschaftspfleger“

Unter anderem sorgen die grasenden Rinder dafür, dass offene Flächen nicht zuwachsen und so bestimmte Tier- und Pflanzenarten ihren speziellen Lebensraum vorfinden.

Die niedrigen Milch-Preise von derzeit 21 Cent pro Liter führte der Minister auf die Globalisierung und die damit verbundenen Probleme zurück. Die Milchbauern des BDM fordern 40 Cent pro Liter als Überlebensbasis. Uhlenberg selbst sei seit Monaten im Gespräch mit den Bauern, wie er berichtete. Der Milchabsatz sei aber weltweit zurückgegangen, und nur durch einen besseren Milchabsatz im Inland könne das Problem behoben werden. Uhlenberg: „Das Land investiert allein in Schulprojekte über neun Millionen Euro, um Produkte aus Milch wie etwa Kakao oder Shakes den Schülern schmackhaft zu machen. Der Absatz von Milch muss florieren.“

„Absoluter Blödsinn“, meinte Christoph Gerden, Sprecher des BDM in der Region Eifel, zu Uhlenbergs Ausführungen. Gerden weiter: „Was der Minister da vorschlägt, kann nicht funktionieren. Wir müssen stattdessen die Milchquote, also die Produktion, drosseln.“ Um ihrer Meinung Nachdruck zu verleihen, präsentierten die BDM-Bauern Protestplakate. In der Nähe des Thelenhofes hatten sie sogar eine Puppe aufgebahrt. Denn sie befürchten, dass die Landwirtschaft durch die aktuelle Landespolitik aussterben wird.

www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1242833483660.shtml

 

Presseberichte II

DER NEUE MILCHWEG

Erstellt 05.06.09, 07:00h

NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg hat den zweiten Milch-Wanderweg in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Auf einer Strecke von 7,5 Kilometern können sich Wanderer über  die Produktion von Milch und die Landschaft des Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn-Eifel informieren.

Unter dem Motto "Milch macht Ku(h)lturlandschaft" geben acht Informationstafeln Hinweise über den Naturpark, wie Milch produziert wird, warum sie so gesund ist und wie Milchbauern zum Erhalt der Kulturlandschaft und damit zur Artenvielfalt beitragen. An der Milchwegtafel Nummer 3 boten Landfrau Roswitha Hermeling und ihr Mann Stefan  Käsehäppchen an.

Start und Zielpunkt des Milchwegs ist das Kloster Steinfeld. Initiiert und mit 25 000 Euro finanziert wurde der Lehrpfad vom nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerium und der Milchwirtschaft NRW.

An der Verwirklichung des Rundwegs haben der Naturpark Nordeifel, die Gemeinde Kall, die Landwirtschaftskammer NRW, die Kreisbauernschaft und die Landfrauen mitgewirkt.

Die Wegzeit beträgt rund zwei Stunden. Die Strecke führt teilweise entlang des „Eifelsteiges“ und ist markiert mit Richtungswegweisern. Die Begleiterin ist  "Lotte". Die schwarzbunte Milchkuh „berichtet“ über die Themen „Deutsch-Belgischer Naturpark Hohes Venn-Eifel“, „Die Milchkuh“, „Milchwirtschaft in der Eifel“, Kulturlandschaft in der Eifel, „Vertragsnaturschutz“, „Milch und Milchprodukte“ und „Landwirtschaft in der Zukunft“. Tenor des Milchwegs ist: "Milch macht schlau.

 www.kulturlandschaft.de

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1238775231433.shtml

 

 

Der Milchweg und die Protestaktion

Von FRANZ KÜPPER, 05.06.09, 07:00h

STEINFELD. Fein herausgeputzt war gestern Mittag der Thelenshof in Steinfelderheistert. Grund war hoher Besuch: Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg hatte dort zur Eröffnungspressekonferenz des Milch-Wanderweges eingeladen. Es ist der zweite in NRW, der unter dem Motto „Milch macht Ku(h)lturlandschaft“ steht.

Zwei der insgesamt acht Kilometer ging Uhlenberg zusammen mit Schülern aus der Klasse 5a des Hermann-Josef Kollegs in Steinfeld. Dort enthüllte Uhlenberg die Milchwegtafel Nummer 3. Insgesamt gibt es acht Infotafeln. Landfrau Roswitha Hermeling und ihr Mann Stefan boten den Schülern und dem Minister Käsehäppchen an.

Am gestrigen Internationalen Tag der Milch (ITM) - hinter den Klostermauern waren einige Aktionsprogramme rund ums Thema des „weißen Fitmachers“ aufgestellt worden - hatte das Mitglied der Landesregierung zu Beginn jedoch einige Orientierungsschwierigkeiten. Uhlenberg traf unbeabsichtigt auf Kreis-Bauern des Bundesverbandes Deutscher Milchviehalter (BDM), die die Möglichkeit nutzten, um auf ihre Sorgen aufmerksam zu machen.

Die erwarten nämlich für die nächsten Monate lediglich 19 bis 20 Cent je Liter Milch. Sie brauchen allerdings „mindestens 40 Cent“, um kostendeckend zu arbeiten. Dies sei mehr als notwendig, damit die Milcherzeugung in Deutschland und somit die Milchbetriebe eine Zukunft hätten. Selbst Mineralwasser sei derzeit teurer als Milch. Mit einem toten Bauern aus Stroh unterstrichen die BDM-Mitglieder ihre Nöte. „Harte Arbeit, karger Lohn. Er erlag den schwerwiegenden Folgen einer menschenunwürdigen Milchpolitik“, hatten Christoph Gerden, BDM-Vorstand im Kreis Euskirchen, und seine Mitstreiter auf ein Holzkreuz geschrieben.

Uhlenberg nahm bei einem Glas frischer Milch auf dem Thelenshof auch Stellung zur Krise am Milchmarkt. Der Milchweg rund um Steinfeld sei ein wichtiges Instrument, um das Produkt Milch und die damit verbundene Arbeit der Landwirte wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und für das „weiße Gold“ zu sensibilisieren. „Wenn die Menschen wieder mehr Milch trinken, steigen die Preise“, lautete Uhlenbergs einfache Rechnung. Dies sei der beste Ausweg aus der Krise, sagte er in Beisein von Landrat Günter Rosenke sowie Naturpark- und Bauernverbands-Vertretern. Der Minister vergaß nicht zu erwähnen, dass die Haltung von Milchkühen eine wichtige Einkommensquelle für die Landwirte sei. „Die Milchviehbetriebe liefern aber nicht nur ein gesundes und leckeres Produkt, sie haben im Laufe der Zeit auch die unverwechselbare Landschaft hier in der Eifel geprägt. Deren Erhalt ist nur gemeinsam mit den Landwirten möglich.“ Mit Blick auf die Diskussion um faire Milchpreise fügte Uhlenberg hinzu: „Mir ist es wichtig, dass unsere Betriebe auch künftig existieren können. Das wird nur möglich sein, wenn sie für Milch vernünftige Preise erzielen.“

Der BDM übte Kritik. Der Milchweg sei zwar eine kulturelle und informative Bereicherung, sollten aber die verantwortlichen Politiker und Verbandsvertreter der „miserablen Lage der Milchbauern“ nicht mit nachhaltigen Entscheidungen entgegen treten, sei es nur eine Frage der Zeit, wann Uhlenberg „Gedenksteine“ oder „Kreuzwege“ für die Opfer der Agrarpolitik einweihen könne.

www.rundschau-online.de/html/artikel/1238775231430.shtml