"Mach den Raum deines Zeltes weit"
"Gewalt, Hunger oder Naturkatastrophen zwingen Flüchtlinge, ihre Heimat zu verlassen. Meist können sie nur ihre Kleider auf dem Leib retten. Doch im Exil sind sie oft nicht willkommen." (Missio-Fleyer 2008)
Der Togolese Agbogan Atsu, Direktor des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten in Nimule im Südsudan, informierte vergangene Woche die Schüler der Oberstufe mit eindringlichen Worten über die Flüchtlingsproblematik in Afrika, insbesondere im Südsudan.
Derzeit befindet sich der 34-jährige Soziologe auf Einladung des katholischen Hilfswerkes anlässlich des Monats der Weltmission zu Besuch im Bistum Aachen.
In Nimule kümmert sich Agbogan Atsu um Binnenflüchtlinge, Heimkehrer und Einwohner des Gebietes, die sich die mehr als knappen Ressourcen des Landes teilen müssen. Nach mehr als 21 Jahren Krieg sind die Lebensbedingungen extrem hart und lebensfeindlich. Ein besonders wichtiges Anliegen zur Vermehrung der Zukunftschancen ist besonders die Bildung der Kinder. Priester, Schwestern und Laien treten für die Rechte der Flüchtlinge und Vertriebenen ein und stärken die Menschen durch konkrete Hilfe und Seelsorge, damit sie Zukunftsperspektiven entwickeln können.
Mit seinen eindringlichen Worten gelang es Agbogan Atsu leicht, die Herzen seiner jugendlichen Hörer zu öffnen und die Schüler für das Flüchtlingselend in Afrika zu sensibilisieren.

