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Freitag, 30.07.2010
Der kunterbunte Museumsbus
Eine weite Anreise
Farbenlehre
Arbeit an der Staffelei
Schwammtechnik
Die fertigen Kunstwerke

Kunst kommt in die Schule - eine Fahrt mit dem Museumsbus

 

Wallraf heißt er, er ist ein Bus und er ist so kunterbunt, als wäre er selbst schon ein Kunstwerk.

 Mit diesem lustigen Gefährt holt das Wallraf-Richartz-Museum in Köln in seinem neuesten Projekt Schulklassen direkt von der Schule ab und bringt sie in das Museum.

 

 

 Dieses Angebot konnte auch die Klasse 5c von Herrn Michels zusammen mit der Kunstlehrerin der Klasse, Frau Grunwald, anlässlich ihres ersten Wandertages Ende August nutzen.

 

 

 

 Wie fühlt sich Farbe an? Macht die Farbe Gelb glücklich und gruselt etwa das Grün? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Gruppe auf einer kleinen Zeitreise durch das Museum. Stationen waren hier die farbenprächtige Kunst des Mittelalters und die im Bild eingefangenen, gefühlvollen Stimmungen der Impressionisten. Die Verbindung von Farben und Gefühlen stellt nur eins von drei Kursangeboten dar, welche Schulklassen für den Vormittag auswählen können.

 

 

Unter fachkundiger Anleitung einer Museumspädagogin gab es für die Kinder der Klasse 5c viel Neues zu entdecken. Die Begeisterung war angesichts der vielen Ideen und Fragen, die die Schülerinnen und Schüler hatten, deutlich spürbar. In einer Assoziationsübung zeigte sich die Gruppe besonders kreativ, als es galt, ganz individuell zu überlegen, wie etwa die Farbe Grün, Rot und Gelb schmeckt, klingt und sich anfühlt. Auf diese Weise entstanden Texte, die sich schon fast wie kleine Gedichte anhörten.

 

 

Nach so vielen theoretischen Überlegungen wurde es dann schließlich ganz praktisch. In dem eigens neu eingerichteten Atelier des Museums konnten die in der Ausstellung gemachten Beobachtungen direkt angewendet werden. Wie richtige Künstler entwarfen die Schülerinnen und Schüler an großen Staffeleien ihr eigenes "Gefühlskunstwerk" mittels einer speziellen Schwammtechnik. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und werden in der Klasse ausgestellt. Auch im Kunstunterricht werden die Impressionisten noch weiter eine Rolle spielen. Gegen Mittag ging es dann auf die Heimreise zurück zur Schule.

 

 

In der Nachbesprechung in der Klasse wurde deutlich, dass dies ein gelungener Wandertag war, bei dem die Kinder viel Spaß hatten und gerne auch noch länger im Museum gestöbert hätten. Dank der Unterstützung von Sponsoren für das Projekt Museumsbus war diese Exkursion für die Gruppe völlig kostenlos. Schön, wenn die Kunst zur Schule kommt. Ein Projekt, das nachahmenswert ist. Der Hauptsponsor wurde dementsprechend auch aktuell mit dem "Deutschen Kulturförderpreis 2008" ausgezeichnet. Ein herzlicher Dank gilt allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben.

M. Michels