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Mittwoch, 10.03.2010

Klassenfahrt der 6a nach Manderscheid

Jungfernfahrt unserer Flöße
Blick auf die Niederburg
am See
der "Drachen"

Tag 1

Dienstag, der 02.09.08             Ankunft in Manderscheid

Neugierig stiegen wir nach einer anderthalbstündigen Fahrt aus dem Bus.

Wir erhielten unser Gepäck von der Busfahrerin und machten uns auf den Weg zur Unterkunft: die Jugendherberge. Dort empfing uns der Herbergsvater und teilte uns sofort die Hausordnung mit, wobei die verbotenen Sachen überwogen. Als die Jungs und auch einige Mädchen sich mit ihm über das leidige Thema Fußball gestritten hatten, wurden uns unsere Zimmer zugeteilt.

Wir sahen uns um und bemerkten voller Schreck: Unsere Betten waren noch nicht bezogen!!! Voller Bangen stellten wir fest: Wir mussten es tun. Danach gab es das erste Mittagessen. Kurz darauf, so um 16 Uhr, besuchte unsere Klasse das Maarmuseum, an dem wir zuvor bereits mit dem Bus vorbeigefahren waren. Dort angekommen, erzählte man uns viel Interessantes über Maare, ihre Entstehung und ihren Bestand.

Am Abend gab es, fast selbstverständlich, Abendessen. Dann ging's ins Bett und alle konnten vom "Urpferdchen" träumen.

 

Tag 2

Mittwoch, der 03.09.08          Wanderung, Schatzsuche und Floßbau 

Der erste Morgen, direkte Ankleidung und Körperpflege, Frühstück erfolgte danach.

Als wir fertig gegessen hatten, versammelten wir uns draußen auf dem Hof. Unsere Rucksäcke waren für einen langen Tag gepackt.

Ein Schatzführer lehrte uns, mit Kompass und Karte umzugehen, um so den richtigen Weg zum Schatz zu finden.

Und dann ging es auch schon los! Über Stock und Stein, immer der Karte nach! Einen Hinweis gefunden, hinüber zum nächsten! So kamen wir zu einem See und bargen den Schatz, der sogleich "verspeist" wurde. Gut genährt mussten wir uns dann der nächsten Herausforderung stellen und aus Baumstämmen und Schnüren, ganz ohne Werkzeug, ein Floß bauen. Ob unsere Flöße seetauglich waren, stellte sich anschließend bei der Jungfernfahrt heraus. Jungs und Mädchen lieferten sich einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft auf dem Gewässer, den aber niemand gewann. Leider regnete es hierbei in Strömen, so dass am Ende auch wirklich alle, selbst die "Landratten", pitschepatschenass waren. Doch so was kann bekanntlich Seemänner und -frauen nicht erschüttern.

 

Tag 3

Donnerstag, der 04.09.08          Kerzenziehen, Kerzenkaufen und Nachtwanderung zur Niederburg Manderscheid.

Wieder durch ein kräftiges Frühstücksmahl gestärkt schlenderten wir durch Manderscheid hinüber zu einer Kerzenzieherei. Bienen- und Kerzenwachskerzen machten wir selber, wobei wir eine schöne Dokumentation über Kerzen sahen. Ganz berauscht vom Kerzenziehen gaben sich manche mit zwei Kerzen nicht zufrieden und sie kauften sich noch welche dazu, um mit ihrem neu erworbenen Können noch einige Geschenke für die Eltern zu basteln

Am Abend bereiteten wir uns auf die Nachtwanderung vor. Es war noch hell, als wir losspazierten. Doch es wurde auf der Burg sehr schnell finster und unheimlich, nachher erkannte man die Hand vor den Augen nicht mehr. Aus dem Burgverlies starrte uns ein Skelett an und vor der Kemenate des Burgfräuleins saß ein furchterregendes Ungetüm, ein Fabelwesen aus der Familie der Drachen.

Zum Beweis folgt ein Foto. Ein Glück, dass wir uns nicht mehr im finsteren Mittelalter befinden, denn dann hätte dieser putzige kleine Drache, genannt Feuersalamander, die Begegnung mit einem Menschen nicht unbeschadet überstanden. Früher glaubte man nämlich, dass diese Tiere Unheil bringen würden, und so hat man sie kurzerhand einfach verbrannt!!

Aber nicht nur der Feuersalamander hat Glück gehabt, auch unsere Truppe kam unverletzt und unverängstigt vom Schlossgeist zurück. Der dunkle Rückweg wurde uns durch Fackeln erleuchtet.

Allein die Müdigkeit konnten wir an diesem Abend nicht mehr besiegen. Kaum berührten wir mit unseren Nasenspitzen die Bettdecke, schliefen wir schon ein.

 

Tag 4

Freitag, der 05.09.08               Rückfahrt zum Kloster Steinfeld.

Unsere Koffer: gepackt. Unsere Mägen: gefüllt. Unsere Zimmer: sauber. Betten abgezogen. Freude: riesengroß. Alles auf Hochglanz gebracht, zur Abnahme durch den Herbergsvater bereit, reisten wir ab, ohne ein Wort des Bedauerns.

Unsere Klassenfahrt wurde leider durch Dauerregen getrübt, denn ständig nasse Klamotten erheiterten uns wenig. Schade, dass man gutes Wetter nicht buchen kann!

Der Besuch im Maarmuseum, das Kerzenziehen, das Floßbauen sowie die Nachtwanderung haben uns zum Glück dafür entschädigt.

Da verzeiht man auch die Triefnase!

 

Michelle Duda und Susann Pütz, 6 a