Fackelausstellung im Schafstall
In den Klassen 5 und 6 wurden wieder eifrig Laternen gebastelt, die am Mittwoch, dem 07. November 2007, im festlichen Rahmen im Schafstall ausgestellt wurden. Alle Laternen wurden aufgehängt und durften von den Eltern, Geschwistern, Großeltern, Freunden, Lehrern und allen anderen Interessierten bestaunt werden.
Bei Kaffee und Kuchen warteten alle auf St. Martin, der an die Kinder einen leckeren Weckmann austeilte. Dabei hielt er folgende kleine Ansprache an die Kinder:
Liebe Kinder, liebe Eltern und Gäste der Laternenausstellung,
jedes Jahr komme ich, der heilige Martin, ganz besonders gerne zu Euch nach Steinfeld, in den Schafstall. Dafür gibt es einen ganz einfachen Grund. In Steinfeld gibt es die besten Laternenbastler der ganzen Eifel.
Auch heute hat sich mein weiter Weg wieder gelohnt. Eure kleinen Kunstwerke strahlen um die Wette und jede Laterne ist etwas Besonderes. Wochenlang habt ihr euch sehr viel Mühe gemacht und heute kann jeder das prächtige Ergebnis eurer Arbeit bewundern.
Ich, der hl. Martin, freue mich, dass ihr jedes Jahr an mich denkt, für mich bastelt und mir schöne Lieder singt.
Meine Geschichte kennt ja jedes Kind hier im Schafstall und so will ich euch nur ganz kurz noch einmal daran erinnern, was ich vor ganz, ganz langer Zeit erlebt habe.
Es war ein sehr kalter Winter und als Soldat zog ich auf meinem Pferd durch das Land. Vor den Toren einer Stadt traf ich auf einen armen Menschen. Der war so arm, dass er nicht einmal Kleidung hatte, die ihn wärmen konnte. Weil mir dieser Bettler so leid tat habe ich einfach das, was ich hatte, geteilt. Also habe ich mit diesem Schwert hier meinen Mantel in zwei Hälften geteilt und eine Hälfte dem armen Mann geschenkt. Für mich war das gar keine große Sache, aber dem Bettler habe ich damit das Leben gerettet.
Jetzt fragt ihr euch, was hat das denn mit uns heute zu tun?
Auch in unserer Zeit gibt es leider immer noch viele arme Menschen, die Hilfe brauchen. Ich denke da z.B. an die Menschen in Bosnien. Dort gab es vor einiger Zeit einen schrecklichen Krieg und noch heute leiden die Menschen Not. Ich habe gehört, dass die Caritas in diesem Jahr wieder Geld sammelt, um diesen Menschen zu helfen.
So wie ich damals meinen Mantel hergegeben habe, könnte ihr heute armen Menschen helfen, wenn ihr etwas in die Sammeldosen der Caritas werft. Mit diesem Geld werden dann alte Menschen gepflegt und es werden Schafe gekauft, die die Familien brauchen, um am Leben zu bleiben. Ich freue mich sehr, wenn ganz viele von euch und auch die Eltern die Arbeit der Caritas unterstützen.
Aber auch im Alltag könnt ihr selber sehr viel Gutes tun. Anderen Menschen helfen, Zeit für andere haben und zusammen lachen sind nur ein paar Sachen, die mir einfallen. Versucht doch einmal selbst besonders in der Zeit des Advents, die jetzt bald kommt, daran zu denken.
Dann könnt ihr zusammen mit euren tollen Laternen Licht in die Dunkelheit da draußen bringen.
So, jetzt sollt ihr aber nicht länger auf euren wohlverdienten Weckmann warten. Zum Austeilen der Weckmänner habe ich heute starke Helfer an meiner Seite, die mir jetzt helfen werden. Die werden jetzt genau aufpassen, dass keiner sich vordrängelt und andere wegstößt. Ihr sollt ja nicht nut teilen, sondern auch rücksichtsvoll miteinander umgehen.
Also, liebe Kinder, bleibt alle brav und anständig, bis ich im nächsten Jahr wieder zu euch komme und wir zusammen den heiligen Martin feiern. Ich freue mich schon.
Euer St. Martin
(Marcus Michels)









